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16. März 2019  /  Kochen und Ernährung

Keltische Kochbarkeiten: Apfelmöhrensuppe und Dinkelkringel

Apfelmöhrensuppe

Nachdem ich euch das letzte Mal ein Hauptgericht präsentiert habe, will ich euch heute eine Suppe, die eigentlich schon als Hauptgang gelten kann, und einen Nachtisch vorstellen. Das gehört schließlich zu jedem Menü dazu – genauso wie Getränke. Auch dafür gibt es Rezepte, nur lege ich dafür meine Hand nicht ins Feuer 🙂 . Besonders nicht für Bier und Met. Bei Tee sieht das schon ganz anders aus.

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Die Rezepte, die ich euch vorstelle, sind vom Autor („Keltische Kochbarkeiten“, Achim Werner) so konzipiert worden, dass sie auch problemlos am Feuer zubereitet werden können. Wenn euch die Rezepte also zusagen und ihr sie auf einem Markt ausprobieren wollt, dann nur zu. Die Vorbereitungszeiten sind nicht allzu lange, nur die Zutaten müsst ihr dann eben – je nachdem, wie authentisch ihr sein wollt/seid – anpassen. So zum Beispiel das Suppenrezept in diesem Blogeintrag.

Die Karotte, wie wir sie heute kennen, und ihr Anbau lässt sich für Mitteleuropa schwer nachweisen, da die wilde Möhre weit verbreitet ist und war. Man fand sie an Wegrändern und auf Wiesen und obwohl Hildegard von Bingen das Gemüse in ihren Schriften erwähnt hat, oder Karl der Große in „Capitulare de villis“, können wir nicht sicher sein, ob es sich vielleicht auch um Pastinaken gehandelt hat. Die älteste Beschreibung stammt aus dem 13. Jahrhundert von Albertus Magnus.

Da die Kelten auch ein Wandervolk und in Europa weit verbreitet waren, kann es also sein, dass sie Wildkarotten schon kannten, denn die Erwähnungen von Hildegard von Bingen und Karls des Großen stammen aus der Zeit zwischen dem 9. – 12. Jahrhundert. Es kann aber auch sein, dass sie, wie schon weiter oben erwähnt, Pastinaken für die Suppe hergenommen haben. Ich will jetzt nicht sagen: die eignen sich bestimmt genauso gut für das Rezept, denn das habe ich in der Tat noch nicht probiert, aber falls das jemand von euch tut, bitte lasst es mich wissen.

Apfelmöhrensuppe mit Met und Dill

Für dieses Rezept benötigt ihr folgende Zutaten:

Zubereitung

Die Möhren werden geschält und in dünne Scheiben geschnitten. Die Äpfel ebenfalls schälen, würfeln und zusammen mit den Karotten im Met, Wasser und Salz ca. 30-40 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen. Dann pürieren und mit Salz und Dill abschmecken*. Die Suppe kann sowohl kalt, als auch warm serviert werden und wenn ihr Brot übrighabt, schmeisst es in die Pfanne, bratet es kurz mit ein wenig Butter an und gebt die Croutons dann in die Suppe. Schmeckt hervorragend.

*Was das pürieren angeht: NATÜRLICH hat niemand einen Pürierstab im Lager dabei 😉 . Zerstampfen geht hier auch, oder einfach so essen, haben wir probiert, geht auch und schmeckt genauso gut.

Dinkelkringel mit Honig und Mohn

Folgende Zutaten braucht ihr hier:

Zubereitung:

Alle Zutaten zu inem Teig verrühren und gut durchkneten, für 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Dann mit einem Esslöffel walnussgroße Bällchen von ca. 40g formen. Auf einer, mit Weizenmehl bestreuten Arbeitsfläche flachdrücken. Anschliessend mit dem Stiel eines Kochlöffels mittig durchbohren und die Kringel dann auf einem Backblech für 20-22 Minuten bei 200 Grad in den vorgeheizten Backofen schieben.

Zugegeben, ob das jetzt im Lager funktioniert, weiss ich tatsächlich nicht. Unsere Backversuche waren nicht unbedingt immer von Erfolg gekrönt, wenn ich mich recht erinnere. Das müsst ihr einfach ausprobieren. Aus dem Ofen sind diese Kringel allerdings sehr lecker.

Buchtipp

Natürlich kann das Buch hinter den Rezepten käuflich erworben werden!

Keltische Kochbarkeiten
Autor: Achim Werner / Verlag: Theiss / ISBN: 9783806220858

 

Ja, dann hätten wir also für heute eine Suppe und einen Nachtisch. Für das nächste Mal schaue ich nach Getränken, damit das Menü abgerundet ist.

Bis dahin!
Eure Steffi